0 In Ernährung

Histaminintoleranz – die Stresskrankheit (Gastbeitrag)

Alle Mütter kennen das: Schnell noch einkaufen gehen, die Kinder bringen und abholen und, wenn das Baby schläft, dann wird auch geschlafen … äh die Wäsche gemacht, schnell ein paar Bissen gegessen und das Bett könnte man auch mal wieder neu beziehen. Als Mütter haben wir ganz schön viel zu tun und so ist unser Stress Pegel hoch. So lange wir auch Entspannungsphasen und Entlastungsroutinen einbauen, geht das gut. Doch, was, wenn der Stress überhandnimmt? Tatsächlich kann langanhaltender Stress den Körper krank machen. Der Cortisol Spiegel ist dauerhaft erhöht, es befindet sich zu viel Adrenalin in unseren Venen und die Mastzellen schütten fleißig Histamin aus. Histamin? Was ist das denn? Histamin ist ein körpereigener Stoff, der bei einer Immunabwehrreaktion eine sehr wichtige Rolle spielt. Leider ist es schädlich für den Organismus, wenn sich dauerhaft zu viel Histamin im Körper befindet. Experten sprechen dann von einer Histaminintoleranz und die kann weitreichende Folgen für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben.

Histaminintoleranz: Was ist das überhaupt?

Unter einer Histaminintoleranz verstehen wir zumeist die Unfähigkeit des Körpers Histamin mit Hilfe der körpereigenen Enzyme abzubauen. Histamin ist ein Stoff, der im Körper gebildet und auch gebraucht wird, als Botenstoff unterstützt er das Zentralnervensystem und ist maßgeblich an der Immunabwehr des Körpers beteiligt. Er ist ein biogenes Amin, eine Vorstufe der Aminosäure Histidin und ist auch in einigen Lebensmitteln enthalten. Histamin wird im Körper von den Mastzellen gespeichert und bei einer Immunabwehr sinnflutartig in die Blutbahnen entlassen, um seine lebenswichtige Aufgabe zu erfüllen: Der Unterstützung der weißen Blutkörperchen bei einer Immunabwehr.

Eine Histaminintoleranz kann unterschiedliche Ursachen haben. Zum einen kann es sein, dass genetisch bedingt die histaminabbauenden Enzyme DAO und HNMT nicht ausreichend vorhanden sind. Verbreiteter ist aber, dass zu viel Histamin im Körper angesammelt wurde und die Enzyme mit dem Abbau nicht hinterher kommen können. Dann kann es auch zu einer Mastzellen Destabilisierung kommen, meist in Form einer Erkrankung, was dazu führt, dass die Mastzellen Histamin freisetzen, wenn gar keine Immunreaktion erwünscht ist. So kommt es zu einer Immunreaktion ohne Eindringlinge und ist vergleichbar mit einer allergischen Reaktion. Wenn der Körper eine Unverträglichkeit gegenüber Histamin gebildet hat, dann kann er auch das Histamin, welches wir über Nahrung aufnehmen, nicht mehr abbauen und verarbeiten. So kann schon eine Tomate eine Reaktion vergleichbar mit einer allergischen auslösen. Der Puls rast, das Herz pocht, Schwindel tritt auf, Hautausschläge können vorkommen und Magen und Darm reagieren nervös.

Wie kannst du erkennen, ob du eine Unverträglichkeit gegenüber Histamin hast?

Typischerweise reagieren viele Betroffene vor allem beim Essen auf Histamin. So können zum Beispiel Rotwein, Parmesan und Tomaten zu starken Reaktionen führen. Nicht mehr frischer Fisch und verdorbene Speisen können übrigens auch bei einem gesunden Menschen zu Überreaktionen führen: Bei Verwesungsprozess werden Unmengen von Histamin gebildet, die selbst für einen gesunden Körper nur noch schwer zu verarbeiten sind. Wir sprechen dann von einer Fisch- oder Lebensmittelvergiftung. Die gleichen Symptome können bei einem Menschen mit einer Histaminintoleranz auftreten.

Histamin ist ein Hormon und hat als Neurotransmitter starken Einfluss auf unser Nervensystem, unser Hormonsystem und das Kreislaufsystem. So kommt es zu vielfältigen Beschwerden, die oft nur schwer mit dem Essen in Zusammenhang zu bringen sind.

Migräne ist sehr häufig mit einem Zuviel an Histamin in Zusammenhang zu bringen. Eine histaminarme Diät kann dabei wahre Wunder wirken. Schwindel, Kreislaufbeschwerden und auch Panikattacken lassen sich durch eine histaminarme Ernährung in den Griff bekommen. Rote Flecken am Hals und an den Unterarmen nach Alkoholkonsum oder bei Aufregung lassen ebenfalls auf ein Zuviel an Histamin schließen.

Am besten testen kann man die Histaminintoleranz bei einem Darmflora Test, dabei wird der Stuhl auf Bakterien untersucht und auch das Histamin kann dort gemessen werden. Eine Blutuntersuchung geht schneller, ist aber häufig nicht so genau.

Möchtest du enspannt aufwachen, kraftvoll in den Tag starten und deine Energie zurück bekommen?

Abonniere meinen meLETTER und erhalte alle 14 Tage Tipps und Übungen, wie du deinen Stress abbaust und Kraft findest, um die Mutter zu sein, die du sein möchtest. Der erste Newsletter geht direkt an dich raus und enthält das mePAKET *5 Formeln für erholsamen Schlaf*.

Trage jetzt einfach deine E-Mail-Adresse ein und schau direkt in dein Postfach.

 

Was Histamin mit Stress zu tun hat.

Stress triggert die Mastzellen, so dass sie das gespeicherte Histamin freisetzen. Es befindet sich im Körper und möchte dort seine Aufgaben erfüllen und die Immunabwehr unterstützen. Dazu setzt es sich auf die Rezeptoren der Nervenzellen und sorgt für einen Körper in Alarmbereitschaft. Der Puls erhöht sich, die Blutgefäße weiten sich und Arenalin wird ausgeschüttet. Stress führt also zu noch mehr Stress im Körper.

Deswegen ist es so enorm wichtig, Stress zu minimieren. Denn so kannst du deinen Histaminspiegel senken.

Stress lässt sich sehr effektiv mit Hilfe von Yoga und Meditation senken. Dazu ist es wichtig, dieses regelmäßig zu praktizieren. Mit den folgenden Nahrungsergänzungsmitteln unterstützt du deinen Körper dabei, mit Stress besser umzugehen. (Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln solltest du auch immer mit deinem Arzt besprechen. Selbstverständlich sind Nahrungsergänzungsmittel keine Alternative zu ausreichendem Schlaf und einer erholten Psyche):

Magnesium: Dieses Mineral ist an der Reizüberleitung zwischen Nerven und Muskeln beteiligt und somit maßgeblich zur Entspannung der Muskeln und des ganzen Körpers bei. Ein ausgewogener Magnesiumspiegel hilft ebenfalls dabei im wahrsten Sinne des Wortes “die Nerven zu behalten”.

Zink: Dieses Spurenelement ist an vielen Stoffwechselvorgängen in unserem Körper beteiligt und ist insbesondere als Radikalfänger ein wertvoller Unterstützer zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress. Zink unterstützt so auch unser Immunsystem.

Vitamin B6, Vitamin B12, Folsäure: Diese Mitglieder der B-Vitamin-Familie tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei und haben so einen positiven Einfluss auf unsere Psyche. Darüber hinaus unterstützen sie die Funktion unseres Immunsystems und helfen dem Körper dadurch, besser mit Stress umzugehen.

L-Tryptophan: Die essenzielle Aminosäure L-Tryptophan ist der Ausgangsstoff für die körpereigene Melatonin-Produktion sowie für die Serotonin-Synthese (dem “Glücks”-Hormon). Bei erhöhtem Stress verringert sich die Serotonin Produktion im Körper und dies wirkt sich auf unsere Psyche und gleichzeitig auf unsere Schlafqualität aus. Ein ausgeglichener Tryptophan Haushalt kann somit Stress entgegenwirken und eine optimale Hormonproduktion begünstigen.

Glycin: Die Aminosäure Glycin kommt im Gewebe und in jeder Zelle des Körpers vor. Glycin unterstützt unser Nervensystem und arbeitet dabei eng mit GABA (Gammaamino-Buttersäure) zusammen. GABA ist der Gegenspieler von Histamin im Gehirn, es sorgt für Ausgeglichenheit und einen erholsamen Schlaf. Glycin hat demnach einen Anti-Stress-Effekt auf den gesamten Körper und bietet dabei einen wichtigen Schutz für das Zentralnervensystem.

Im Übrigens ist Meditation ein natürliches Anthistaminikum und hilft auch bei Allergien sehr gut, da regelmäßiges Meditieren den Histaminspiegel im Körper aktiv senken kann. Yoga ist eine Bewegungsform, die das Bewusstsein schult und gleichzeitig den Stress Level im Körper verringert. Dadurch können die Mastzellen sich entspannen und entlassen viel weniger Histamin in den Körper – Entspannung kann einkehren. Und wir können vielleicht doch einfach einmal ganz ruhig auf dem Sofa sitzen bleiben und die Aufgaben des Alltags für einen Moment sein lassen.

Über die Autorin:

Nora Hodeige ist Trainerin für ganzheitliche Gesundheit, Autorin, Bloggerin und Personal Coach. Als Betroffene weiß sie genau, wie du dich mit der Diagnose Histaminintoleranz fühlst. Für dich ist sie daher immer auf der Suche nach histaminarmen Rezepten, gesunder Ernährung und so viel Entspannung wie möglich, damit auch du bald wieder essen kannst, was du möchtest. Auf leben-mit-ohne.de bloggt sie ihre besten Tipps für Entspannung, Ernährung & Entgiftung auf allen Ebenen. Für deinen gesunden Körper auf allen Ebenen: Körper, Seele und Geist.

 

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe.

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.
  • Nur First-Party-Cookies zulassen:
    Nur Cookies von dieser Webseite.
  • Keine Cookies zulassen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, es sei denn, es handelt sich um technisch notwendige Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutzerklärung. Impressum

Zurück