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Wie deine Reise alleine mit Kind ein Entspannungstrip wird

Entspannung bei der Reise alleine mit Kind

Es ist vierzig Grad heiß, die Sonne brennt gnadenlos. Mein Sohn und ich sind heute Morgen um vier Uhr aufgestanden um rechtzeitig am Flughafen zu sein. Nun sitzen wir hier im angenehmen Schatten. Unsere Koffer sind abgestellt und der Kellner bringt endlich unser Mittagessen. Genau in diesem Moment sagt mein vierjähriger Sohn: „Mama ich muss Pipi“. Tausend Gedanken gehen mir durch den Kopf. Was soll ich bitte jetzt machen? Ich habe Hunger, wir sind in einem Restaurant mitten am Hafen von Athen, zig Leute gehen an unserem Tisch vorbei – ich kann unmöglich den Platz verlassen. Aber aufregen bringt jetzt nichts. Und ich muss sorgsam mit meiner Energie umgehen. Unser Urlaub hat gerade erst begonnen und ich habe heute Nacht nur vier Stunden geschlafen.

Ich atme tief durch: Das ist also meine erste Herausforderung. Ich nehme einen weiteren tiefen Atemzug in den Bauch, durch die Nase ein und durch den Mund aus. Nach dem dritten tiefen Atemzug bin ich ruhiger und fühle ich mich in der Lage eine klare Entscheidung zu treffen. Ich akzeptiere die Situation, so wie sie ist. Ändern kann ich eh nichts und alleine durch das Akzeptieren der Situation lösen sich negative Gedanken auf und werden in positive verwandelt. Und nun heißt es positiv denken, denn negatives Denken macht das Leben weniger schön und vor allem verbraucht es viel mehr Energie. Und die möchte ich sparsam einsetzen. Das Restaurant ist klein und überschaubar, ich weiß wo die Toiletten sind und das mein Sohn – sofern er auf dumme Gedanken käme und weglaufen wollte – an mir vorbei müsste. Ich schicke ihn also alleine auf Toilette. Und siehe da, ich habe nicht nur unsere Situation entspannt gelöst, sondern mein Sohnemann ist auch noch super stolz als er zurückkommt.

Egal, ob du alleinerziehend bist oder weil der Papa so viel zu tun hat – alleine reisen mit Kind führt häufig dazu, dass du in Situationen kommst, die deine Grenzen überschreiten oder ganz neue Herausforderungen meistern musst. Aber was wäre das Leben ohne neue Herausforderungen? Und deshalb auf die tolle Erfahrung des Reisens verzichten? Für mich ist das keine Option. Ich habe mich nun schon mehrmals in das Wagnis gestürzt.

Urlaub alleine mit meinem Sohn bedeutete für mich in meine weibliche Energie zu gehen, innerlich los zu lassen und spontan zu sein  – Dinge die sonst bei mir in meinem strukturierten Alltag manchmal zu kurz kommen. Das tut nicht nur mir gut, sondern auch meinem Sohn hat es gefallen und er hat es sichtlich genossen. Die Sonne, das Meer, andere Schlafens- und Aufstehzeiten und vor allem, dass wir beide uns mal so richtig treiben lassen können …  Auch das war ein langer Weg für mich. Es soll ja nicht nur eine Auszeit für mein Kind sein, sondern auch ich brauchte etwas Entspannung und Ruhe.

Hier 4 Tipps, die dir zu mehr Gelassenheit auf Reisen mit Kind verhelfen:

1. Sei gewappnet für jede Situationen

Was ist ein Urlaub ohne leckere kulinarische Köstlichkeiten. Fängt dein Kind auch meistens just in dem Moment, in dem das Essen kommt an zu quengeln oder ungeduldig zu werden? Mein Geheimtipp für Me-Momente ist, immer ein paar Pixibücher, Malsachen oder Autos dabei zu haben, mit denen sich dein Kind kurz beschäftigen kann. Das hat mir viele schöne und entspannte Restaurantbesuche verschafft. Versuche dich von deinen Idealvorstellungen, wie alles sein sollte, zu lösen. Das kann auch mal bedeuten, dass manche Regeln über Bord geworfen werden. Dir ist es wichtig, dass dein Kind sich gesund ernährt? Mir auch aber wenn dein Kind ein paar Tage mal zu viele Kekse isst, wird auch nichts passieren. Nur vielleicht ist das genau der Moment, der dir ein paar Minuten Ruhe schafft und es dir ermöglicht einen Kaffee oder dein leckeres Abendessen bewusst zu genießen. Gebe dich voll diesem Moment hin und genieße ihn! Er gehört nur dir alleine.

2. Schlafe genug und sorge für dich

Endlich ist Ruhe, dein Kind schläft und es gibt nur den nächtlichen Sternenhimmel, Grillensurren dein Buch und dich. Es ist verführerisch, den Moment, wenn dein Kind endlich schläft für dich zu nutzen. Das ist sehr wichtig. Genieße es! Spüre aber auch in dich hinein, ob du müde oder energielos bist, dann leg dich ein paar Abende zur selben Zeit wie dein Kind ins Bett. Das füllt nicht nur deine Batterie sondern ist zudem ein schöner Kuschelbonus für dein Kind.

Auch Yoga Nidra, der yogische Schlaf, ist eine gute Möglichkeit um deine Batterie aufzuladen. Diese Technik ermöglicht dir durch tiefe Entspannung und bewussten Schlaf den Zugang zu tiefen Bewusstseinsschichten. Yoga Nidra hilft dir nicht nur besser loszulassen sondern schult darüber hinaus auch das Gedächtnis und verbessert deine Konzentrationsfähigkeit. Eine geführte Yoga Nidra Praxis erhältst du in meine 2-Wochen-Onlinekurs OM4MOM.

Ab sofort kannst du wieder enspannt aufwachen, kraftvoll in den Tag starten und deine Energie zurück bekommen.

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3. Schaffe dir ein paar Minuten nur für dich

Du möchtest Urlaub machen und dich entspannen. Natürlich passt es da nicht, sich zu stressen um abends das Kind pünktlich ins Bett zu bringen. Aber vielleicht schaffst du dir irgendwann zwischendurch 15 Minuten Zeit nur für dich? Vielleicht, wenn dein Kind Mittagsschlaf macht oder mit anderen Kindern spielt? Ich habe meinem Sohn den Discman aufgesetzt und er wusste genau, jetzt macht Mama Yoga oder meditiert. Es muss ja nicht jeden Tag sein, aber bereits ein paar Sonnengrüße und Rückbeugen wirken Wunder und geben einen tollen Energiekick. So bist du wunderbar für die nächste Herausforderung gewappnet.

Tadasana – Tipp für mehr Erdung und Geduld

So geht´s:

  • Stelle dich aufrecht hin.
  • Nimm die Füße hüftbreit auseinander und verwurzele dich mit dem Boden.
  • Die Arme sind seitwärts vom Körper, die Handflächen zeigen nach oben.
  • Zieh deine Schultern nach oben und rolle sie nach hinten unten, sodass die Schulterblätter auf dem Rücken zueinander ziehen.
  • Ziehe dein Steißbein richtung Boden.
  • Nun schließe die Augen und atme mehrmals tief und bewusst ein und aus.
  • Spüre in dich und deinen Körper hinein und genieße die Verbindung zur Erde.

4. Wage es – du wirst daran wachsen

Als Mutter alleine mit dem Kind zu reisen ist anders als mit deinem Partner oder einem zweiten Erwachsenen. Aber es ist auch eine tolle Erfahrung. Überwinde deine Angst alleine zu reisen und sei mutig  – denn daran kannst du wachsen. An die eigenen Grenzen zu stoßen macht dich stark, gibt dir Kraft und Leichtigkeit. Und in stressigen Situationen: Bevor du agierst, achte auf deinen Atem und verbinde dich mit ihm. Nimm ein paar tiefe Atemzüge und beobachte deine Gedanken. Nimm die Situation an, wie sie ist und lass dich nicht von negativen Gedanken treiben oder ärgere dich. Das kostet unnütze Energie. Alleine durch das Akzeptieren der Situation lösen sich viele negative Gedanken in dir auf. Schaue was gut an der Situation ist. Was kannst du aus ihr lernen? Gehe in dich und suche nach einer Lösung, wie ihr das Beste draus machen könnt. Es ist eure gemeinsame Zeit – genießt sie!

Alles Liebe,

Nina

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